Nachbarschaftshilfe: Gewinn für beide Seiten

Vor einem Jahr lancierte der Bezirk die Nachbarschaftshilfe für Senioren. Dadurch fanden auch Cristina Krummenacher und Elisabeth Salzmann zusammen, die regelmässig miteinander spazieren gehen – und sich damit gegenseitig bereichern.

Zeitungsartikel vom 20. April 2018 im Freier Schweizer (PDF).

20 Senioren engagieren sich freiwillig

Für oder mit anderen Senioren einkaufen gehen, die schwere Wäsche aufhängen, eine Glühbirne wechseln oder beim Packen der Zügelkisten helfen: Diese und andere Hilfestellungen leisten rund 20 Senioren, die sich beim Projekt «freiwillig & engagiert 60plus» beteiligen. Diese Nachbarschaftshilfe lancierte die Infostelle für Altersfragen vor genau einem Jahr. Dies, nachdem eine Umfrage des Seniorenrats ergeben hatte, dass eine solche gewünscht wird. «Dass die Nachbarschaftshilfe ein grosses Bedürfnis ist, beweisen die Erfahrungen des ersten Jahres», bestätigt Andrée Schirtz. Die Leiterin der Fachstelle für Gesellschaftsfragen begleitet die Beteiligten nicht nur eng, sie bringt die ‹Pärli› auch zusammen.
«Die sozialen Kontakte sind eine sehr wichtige Komponente in der Nachbarschaftshilfe. Die Chemie muss stimmen», betont Schirtz. Um die Wünsche und Bedürfnisse von beiden Seiten genau zu kennen, spreche sie persönlich mit allen, die sich melden. «Da mache ich auch deutlich, dass jeder offen und direkt sagen soll, wenn es nicht passt. Dann finden wir eine andere Lösung, die für alle stimmig ist.» Die Einsätze, die geleistet werden, sind sehr unterschiedlich, umfassen aber maximal vier Stunden pro Woche. «Damit», erklärt Schirtz, «wollen wir sowohl die professionellen Anbieter sowie auch die Angehörigen ergänzen in ihrer wertvollen Arbeit.»
Wer selber eine solche Nachbarschaftshilfe leisten oder in Anspruch nehmen möchte, darf sich bei ihr melden unter Tel. 041 850 08 66 oder das Anmeldeformular ausfüllen (siehe rechte Spalte).

 

freiwillig & engagiert 60plus

Der Bezirk Küssnacht fördert mit dem Projekt freiwillig & engagiert 60plus die nachbarschaftliche Hilfe und die sozialen Netze zwischen älteren Menschen. Am 4. April 2017 fand dazu ein öffentlicher Informationsanlass statt.

«Seniorinnen und Senioren finden es gut, wenn im Bezirk Küssnacht eine Nachbarschaftshilfe organisiert wird» – das ergab vor drei Jahren eine Umfrage des Küssnachter Seniorenrates. Dieses Ergebnis hat den Seniorenrat zusammen mit der Kommission für Altersfragen bewogen, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. Der Bezirksrat hat dem Konzept zugestimmt und die Fachstelle für Gesellschaftsfragen beauftragt, eine Nachbarschaftshilfe aufzubauen. Ab April 2017 ist das Angebot eingerichtet, und die Infostelle für Altersfragen freut sich auf Anfragen.

Eine Ergänzung des Angebots
Das neue Angebot soll weder die Freiwilligenarbeit im Bezirk Küssnacht noch die Arbeit anderer Organisationen in diesem Bereich konkurrenzieren, sondern ergänzen. Vorgesehen ist eine enge Zusammenarbeit mit den bestehenden Anbietern.

Senioren engagieren sich freiwillig füreinander
Nicht alle Menschen haben «über die Strasse» Nachbarn, die Zeit haben, um freiwillig zu helfen. Unter Nachbarschaftshilfe werden kleine Hilfestellungen verstanden, die Nachbarn füreinander zu tun bereit sind. Einige Beispiele von Einsatz- bzw. Unterstützungsmöglichkeiten:

  • Begleitung beim Spazierengehen, an einen Anlass, zum Arzt, zur Therapie, auf ein Amt
  • Einkaufen oder Mithilfe bei Besorgungen
  • Kleine Hilfestellungen im Alltag (z.B. Glühbirne wechseln, Briefkasten leeren)
  • Wäsche aufhängen und abnehmen
  • Unterstützung bei der Korrespondenz mit Ämtern.


freiwillig & engagiert 60plus: Öffentlicher Informationsanlass
Das Ressort Soziales und Gesellschaft lud am Dienstag, 4. April 2017 im Monséjour – Zentrum am See um 19.30 Uhr zu einem Informationsanlass über das Projekt freiwillig & engagiert 60plus ein.
Personen, die sich gerne freiwillig engagieren oder die Nachbarschaftshilfe nutzen möchten, jedoch nicht an diesem Informationsanlass teilnehmen konnten, haben die Möglichkeit, Ihr Interesse bei der Infostelle für Altersfragen mit dem Anmeldeformular (Download PDF in der rechten Spalte) oder per Telefon (041 850 08 66) anzumelden.